Das pädagogische Konzept

Das Bild vom Kind

Im Rahmen der Hirnforschung sowie Lern- und Entwicklungspsychologie hat sich immer mehr herausgestellt, dass Babys und Kleinkinder "kleine Forscher" sind, die neugierig und mit allen Sinnen ihre Umgebung erkunden, selbstständig Erfahrungen sammeln, Probleme lösen und neue Kompetenzen entwickeln. Dabei eignen sie sich stets neue Kenntnisse an und wachsen an ihren Misserfolgen ebenso wie an Erfolgen. Somit konstruieren sie ihr Wissen von der Welt selbst und lernen in den ersten Lebensjahren weitaus mehr als in späteren Entwicklungsphasen.

Anhand der Bildungspläne werden Kinder daher als kompetente Persönlichkeiten angesehen, die ihre Umwelt in Eigeninitiative erkunden. Lernen findet dabei vielfach in sozialen Interaktionen statt, so dass Kinder auf individuelle Anregungen und entsprechende Rahmenbedingungen angewiesen sind, um optimale Entwicklungschancen zu erhalten.

Es gilt die Fähigkeiten der Kinder gezielt zu stimulieren, sie unterstützend zu begleiten und zu fördern, um sie durch eine gezielte Beobachtung der Stärken und Schwächen sowie der Lernbedürfnisse und Interessen dort abholen zu können wo sie stehen und mit ihnen individuell angepasste Bildungsangebote umzusetzen. Dabei orientieren wir uns an spielerischen sowie informellen Lernformen.

Im Folgenden werden drei Formen frühkindlicher Bildung erläutert:

  1. Selbstbildung: Die selbsttätige Aneignung der Welt durch das Kind, in dem es eigenständig die materielle, soziale und kulturelle Umwelt erforscht und auf diese Weise  lernt, sich in ihr zu behaupten.
  2. Ko-konstruktive Bildung: Kinder lernen miteinander und voneinander, wenn sie mit Gleichaltrigen spielen und ihre Umgebung erkunden sowie Konflikte lösen und Schwierigkeiten überwinden. Darüber hinaus lernen sie in der konstruktiven Interaktion mit dem pädagogischen Personal und haben somit die Möglichkeit die Initiatoren zu sein und Abläufe in ihrer Entwicklung mitzugestalten.
  3. Lehren und Lernen: Das pädagogische Personal ist hierbei handlungsweisend und gestaltet Aktivitäten und Anreize, um den Kindern gezielt Kenntnisse und Kompetenzen zu vermitteln.

Das pädagogische Personal unterstützt die Selbstbildung und das ko-konstruktive Lernen durch ein offenes Bildungsangebot, indem verschiedene Lernbereiche in den unterschiedlichen Räumlichkeiten geschaffen werden. Besonders im ausgiebigen Freispiel haben die Kinder die Möglichkeit die dortigen Lernanreize zu nutzen und ihrer Fantasie, Wissbegierde und Begeisterungsfähigkeit nachzugehen.

 

Basiskompetenzen der Kinder

Wir unterstützen Ihr Kind auf dem Weg zur eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit. Durch die Förderung  von Basiskompetenzen wird Kindern dabei geholfen, sich in den verschiedenen Lebensbereichen zurecht zu finden und eine wichtige Grundlage für den Erwerb und die Anwendung von Wissen zu erhalten.

Im Folgenden möchten wir Ihnen die Basiskompetenzen näher bringen. Dabei ist zu erwähnen, dass sie nicht isoliert gefördert werden sollten, sondern ein ganzheitliches und allseitiges Lernen anzustreben ist.

 

Personale Kompetenz

Die Personale Kompetenz richtet sich an das Kind und die Auseinandersetzung mit sich und seinen Fähigkeiten. Wir haben dabei die Aufgabe das Kind in seiner Persönlichkeitsentwicklung zu fördern, zu stärken und zu begleiten.

Dabei lassen sich folgende Ziele formulieren:

  • Selbstwertgefühl: Das Kind soll sich für wertvoll halten, mit sich zufrieden sein und sich attraktiv finden. Wir bieten den Kindern Möglichkeiten durch päd. Angebote und deren Reflexion stolz auf Ihre Fähigkeiten zu sein.
  • Positive Selbstkonzepte: Das Kind soll ein positives Bild von sich selbst entwickeln. Es soll seine eigenen Fähigkeiten als positiv und wertvoll annehmen können. Es soll im Umgang mit Erwachsenen und Kindern das Gefühl haben angenommen, geliebt und beliebt zu sein. Wir begleiten die Kinder bei der Suche nach Lösungen, wir geben Lösungen nicht vor.
  • Es soll Stärken und Schwächen als Teil seiner Persönlichkeit annehmen können.

  • Autonomieerleben: das Kind soll in der Lage sein, sich als Person zu erleben das Mitbestimmungsrecht und Entscheidungsfreiräume besitzen. Es soll Bereiche zum eigenständig handeln erleben können. Die Kinder haben Mitentscheidungsrecht und die Freiheit, Wünsche; Bedürfnisse und Kritik zu Äußern. Diese Anträge werden entweder individuell oder auf demokratische Weise im Plenum behandelt.
  • Kompetenzerleben: das Kind soll erleben, dass es Aufgaben und Probleme eigenständig meistern kann. Die Kinder werden mit gezielten päd. Aufgaben oder Aufgaben des Alltags konfrontiert, die für Sie zu bewältigen sind. 
  • Widerstandsfähigkeit: Das Kind soll lernen auch Misserfolge zu bewältigen ohne seine positive Grundeinstellung zum Leben zu verlieren. Unsere Kinder werden nicht bloßgestellt. Erfolgreiche, sowie weniger erfolgreiche Lösungsstrategien werden vom päd. Personal nicht bewertet, sondern zusammen mit dem Kind auf Wirksamkeit hin reflektiert. 
  • Kohärenzgefühl: Das Kind entwickelt ein umfassendes und dauerhaftes Gefühl des Vertrauens, so dass die Ereignisse, die sich aus der inneren und äußeren Umgebung ergeben, strukturiert, vorhersehbar und erklärbar sind. Der Tagesablauf in der Einrichtung ist strukturiert und durchschaubar und unser Verhalten durch Konsequenz geprägt. 

     

    Soziale Kompetenz

    Das frühe Kindesalter ist die entscheidende Lebensphase, in der wichtige soziale Fähigkeiten und Fertigkeiten entwickelt und weiter differenziert werden. Erst wenn das Kind sich selbst von anderen unterscheiden kann, ist es ihm möglich Selbstaufmerksamkeit sowie die Fähigkeit zur Rollen- und kognitiven Perspektivenübernahme zu entwickeln.

    • Kooperation: Das Kind entwickelt die Anerkennung sozialer Normen und Regeln sowie eine angemessene Reaktionen auf Kritik. Es erkennt die Bedeutung von Freundschaften und erlernt positive Problemlösestrategien innerhalb sozialer Interaktionen sowie Fertigkeiten zur Kommunikation. Dabei legen wir Wert auf gemeinsame Spielanlässe in Kleinstgruppen, um den Kindern die Möglichkeit zu geben, sich ganz auf ihre Spielpartner einlassen und mögliche Konflikte angemessen aushandeln zu können.
    • positive Beziehungen zu Gleichaltrigen: Das Kind soll eine soziale Perspektivenübernahme, Hilfsbereitschaft sowie Anerkennung Anderen gegenüber entwickeln. Darüber hinaus bilden sich allmählich moralische Wertvorstellungen. Wir halten die Kinder  dazu an, in jeder Situation einen durch Akzeptanz und Wertschätzung geprägten Umgang miteinander zu hegen.
    • Selbstmanagementkompetenzen: Hierbei soll das Kind lernen, Konflikte und Frustrationserlebnisse adäquat zu bewältigen und die eigene Stimmung zu regulieren. Dabei werden Strategien der Konfliktlösung seitens des päd. Personals auf ihre Wirksamkeit sowie der Auswirkung auf die anderen Kinder hin reflektiert und bei Bedarf neue Handlungskompetenzen erarbeitet.
    • Selbstbehauptung und Durchsetzungsfähigkeiten: Das Kind soll befähigt werden, Gespräche oder Aktivitäten aus eigenem Antrieb zu beginnen. Dabei wird es stets ermutigt und positiv bestärkt, damit das Kind erfährt, dass es ein gutes Gefühl ist mit Anderen Kontakt aufzubauen oder sich an gemeinsamen Aktivitäten zu beteiligen.

     

    Physische Kompetenz

    Sprechen, lachen, springen, fühlen, schmecken, sehen, hören, sind Fähigkeiten die nicht immer selbstverständlich und davon abhängig sind, welche Möglichkeit unser Körper uns bietet, um unsere Welt zu entdecken. Diese Möglichkeiten des Körpers möchten wir stetig erweitern, so dass die Pflege und Gesundheitsförderung des Körpers sowie der damit verbundenen Fähigkeiten ein wichtiges Förderziel darstellt. Anhand von zahlreichen Bewegungsanreizen, Gesprächen und Anschauungsmaterial, hauswirtschaftlichen Beschäftigungen sowie Übungen des täglichen Lebens, fördern wir das Körperbewusstsein und stärken das Selbstwertgefühl.

    • Das Kind soll erlernen, Verantwortung für seine Gesundheit und das körperliche Wohlbefinden zu übernehmen. Ein wichtiger Bestandteil ist dabei das selbständige Ausführen grundlegender Hygienemaßnahmen, einschließlich der Unterstützung auf dem Weg zur Windelfreiheit. Darüber hinaus verhelfen wir anhand von Information zum gesundheitlichen Wert einzelner Lebensmittel und der Entwicklung einer positiven Einstellung zu einer gesunden Ernährung zu einer gesundheitsbewussten Lebensweise.

    • Grob- und feinmotorische Kompetenzen: Hierbei spielt insbesondere das Ausleben des individuellen Bewegungsdrangs, das Ausbilden körperlicher Fitness sowie die Entwicklung von Körperbeherrschung und Geschicklichkeit eine große Rolle. Durch neue Anreize wird das Kind fortwährend animiert sich körperlich zu betätigen, Freude daran zu haben und seine Kompetenzen stetig zu erweitern und zu verbessern.

    • Hierbei soll das Kind die Fähigkeit zur Regulierung von körperlicher sowie emotionaler Anspannung entwickeln. Unser Ziel lautet dabei, Stressbewältigung durch individuelle Entspannungstechniken möglich zu machen.

     

    Kognitive Kompetenz

    Dies stellt die Fähigkeit dar, die Umwelt gedanklich zu erfassen und zu verstehen. Kognitive Kompetenz beinhaltet die Fähigkeit zu logischem Denken, der Erfassung von Sinnzusammenhängen, die Fähigkeit sich Dinge zu merken und sich Wissen über bestimmte Themen und Umweltereignisse aneignen zu können.

    • Differenzierte Wahrnehmung: Das Kind soll lernen seine Sinne zu nutzen. Dabei besteht ein enger Zusammenhang von Wahrnehmung, Bewegung, Handlung und Lernen. In diesem Zusammenhang entwickeln Kinder ihre Fähigkeiten, erweitern ihre Kompetenzen und erobern auf diese Weise ihre Umwelt.

    • Denkfähigkeit: Das Kind soll Begriffe kennenlernen und seinen Wortschatz erweitern, es soll Hypothesen formulieren und logisches Denken entwickeln. Wir unterstützen die Kinder bei der Begriffsbildung in Form von konkreten Experimenten und Diskussionen, indem Vermutungen über das mögliche Verhalten von Dingen oder Personen angestellt werden und indem durch den Einsatz von Bildergeschichten oder dem Erzähltheater logische Abläufe erarbeitet werden.
    • Wissensaneignung: Das Kind soll sich im Rahmen seiner individuellen Entwicklungsmöglichkeiten altersgemäße Kenntnisse wie beispielsweise Zahlen, Begriffe, Farben und Formen aneignen. Dies wird insbesondere durch eine intensive Sprachförderung, vielseitigen Spielangeboten und sorgfältig ausgewähltem pädagogischem Material sowie der ritualisierten Beschäftigung mit Büchern umgesetzt.
    • Gedächtnis: Hierbei soll das Kind seine Merkfähigkeit trainieren. Die Möglichkeit dazu bekommt es durch das Nacherzählen von Geschichten, Erlernen von Liedern, Versen, Bewegungs- und Fingerspielen sowie durch gezielte Gedächtnisspiele wie Memory. Darüber hinaus berichten Kinder ihren Möglichkeiten entsprechend vom häuslichen Tagesablauf oder besonderen Erlebnissen.
    • Problemlösefähigkeit: Das Kind soll lernen Schwierigkeiten unterschiedlicher Art zu analysieren und zu reflektieren sowie Strategien der Konfliktlösung zu entwickeln und angemessen umzusetzen. Dabei gilt das Prinzip „Lernen aus Fehlern." Aus diesem Grund nehmen wir den Kindern Probleme nicht ab, sondern ermutigen und begleiten sie dabei, selbst aktiv zu werden um geeignete  Lösungen herauszufinden. Dabei ist zu betonen, dass Fehler nicht als Versagen angesehen werden, sondern vielmehr als wichtiger Bestandteil des Lösungsprozesses angesehen werden.
    • Kreativität: Kreativität bedeutet schöpferisch tätig zu sein. Die Voraussetzung dafür ist das Zusammenspiel von körperlichen und emotionalen Faktoren, damit schöpferisches Denken und Handeln möglich wird. Diese wichtige Komponente zur Persönlichkeitsentfaltung äußert sich durch den individuellen Ausdruck im sprachlichen, musischen und gestalterischen Bereich. Darüber hinaus gilt es die Kreativität im kognitiven Bereich zu fördern. Die Kinder werden dazu animiert Reime und phantasievolle Geschichten zu erzählen, nach eigenen Vorstellungen zu malen oder intuitiv zu musizieren und sich zu bewegen. Um dies zu ermöglichen, beschäftigen wir uns mit verschiedenen Maltechniken, Experimentieren mit Materialien und Farben und führen Rollenspiele durch.          

       

      Motivationale Kompetenz

      Motivationale Kompetenzen beinhalten die Förderung intrinsischer Prozesse beim Kind. Diese sollen es dazu veranlassen aus Interesse, Freude und eigenem Bedürfnis selbst gestellte und von außen auferlegte Aufgaben und Anforderungen in Angriff zu nehmen und zu bewältigen.

      Dabei lassen sich folgende Ziele formulieren:

      • Selbstwirksamkeit: das Kind soll erleben, dass es in der Lage ist seine soziale und dingliche Umwelt zu beeinflussen, Schwierigkeiten bewältigen kann, dass es andere beeinflusst und auch im sozialen Kontext von anderen beeinflusst wird.
      • Selbstregulation: das Kind soll lernen eigenes Verhalten zu steuern. Es soll Freude daran entwickeln ihm gestellte Aufgaben ausdauernd und konzentriert zu bewältigen.
      • Das Kind soll lernen seine Emotionen und Bedürfnisse in Beziehung zu seiner Umwelt adäquat zu äußern und nach außen zu tragen um seelische Stabilität zu erlangen und im Einklang mit seiner Umwelt zu leben.

      • Das Kind soll Neugier und Interesse an seinen Lebensbedingungen und abstrakteren Umwelt entwickeln.

      Wir bieten den Kindern in unserer Großtagespflege durch die verschiedensten Angebote die Möglichkeit sich auszudrücken und ihr inneres Erleben nach außen zu tragen. Durch die Begleitung der Kinder und gezielte Lösungsstrategien erhalten sie die Möglichkeit selbstwirksam Einfluss auf ihre Umwelt zu nehmen. Durch gezielte Förderung von wünschenswertem und wertvollem Verhalten wahren wir dabei die Persönlichkeit jedes Einzelnen und unterstützen die Kompromissbereitschaft der Kinder.

      Wie nehmen jedes Kind in seiner momentanen Gefühlslage wahr und akzeptieren diese Emotionen, solange sie nicht das Wohl eines Anderen gefährden.

       

      4.3 Bildungsbereiche

      Im Bärenclub finden umfangreiche und individuell abgestimmte bildende Aktivitäten und Projekte statt. Anhand dieser Angebote sollen die Basiskompetenzen gefördert werden. Die nachfolgende Unterscheidung verschiedener Bildungsbereiche stellt jedoch keine Aufteilung nach Fächern wie sie in der Schule umgesetzt werden dar. Vielmehr gilt im Bärenclub das Prinzip der ganzheitlichen Förderung, so dass die einzelnen Bildungsbereiche in einander übergehen und sich gegenseitig ergänzen. Bei einer Vielzahl von Angeboten und Projekten werden gleichzeitig mehrere Förderbereiche umgesetzt:

      • Sprache(n), Kommunikation und Schriftkultur: Unterstützend werden alltagsintegriert Lieder und Bewegungsspiele sowie  Reime, Verse und Fingerspiele eingesetzt. Ebenso gehören Geschichten und Bilderbücher vorlesen und erfinden zu unserem täglichen Programm. Auch hierbei ist eine anregungsreiche Umgebung und Raumgestaltung dienlich. Darüber hinaus bieten wir täglich Sprachanreize in englischer Sprache und in Verbindung mit dem Projekt „Miss Maggies Smoothie time“ an.

      • Bildnerisches und Handwerkliches Gestalten: Kinder beschreiten bei ihren Versuchen die Welt kennen- und verstehen zu lernen, individuelle Wege und bedienen sich dabei den unterschiedlichsten Mitteln. Sie zeichnen, malen, collagieren und gestalten mit plastischen Materialien wie Ton, Knete und Sand oder experimentieren mit Wasser und Papier und setzen sich auf diese Weise aktiv mit ihrer Umwelt auseinander, verarbeiten ihre Eindrücke und verleihen diesen einen neuen Ausdruck. Wir geben den Kindern Raum für erste Erfahrungen mit verschiedensten plastischen Materialien sowie Scheren, Stiften, Kleister und vielem mehr. Die Kinder sollen verschiedene Gestaltungsformen kennen lernen und sich ihrer eigenen Ausdrucksmöglichkeiten bewusst werden.  

      • Musik: Neben den Feinheiten des Gehörs und den Einsatzmöglichkeiten von Stimme oder Instrumenten, hat Musizieren eine enorme Wirkung auf das emotionale Befinden des Kindes und fördert seine Intelligenz. Aufgrund dessen finden musikalische Anregungen und Angebote im Bärenclub alltagsintegriert statt. Dabei kann einerseits die Stimme und der ganze Körper als Instrument genutzt werden und andererseits werden die Kinder an einfache Instrumente herangeführt, um verschiedene Klänge und Stile zu erleben und damit zu experimentieren.

      • Mathematische, naturwissenschaftliche und technische Grunderfahrungen: Zunächst kommt es darauf an, die Freude des Kindes an der Begegnung mit Mathematik zu wecken und dem Alltag einen "mathematischen Stellenwert" zu verleihen. Dabei werden Mengenangaben handlungsbegleitend und situationsunabhängig eingesetzt, um den Kindern ein erstes Zahlenverständnis näher zu bringen. Darüber hinaus nutzen wir die Fähigkeit der Kinder, ihre Umwelt mit allen Sinnen zu erschließen, so dass erste naturwissenschaftliche Erfahrungen und Fragestellungen darauf aufbauen können. Das Kind soll durch Beobachten, Beschreiben, Vergleichen und Bewerten die Umwelt wahrnehmen und nach individuellem Interesse Elemente der Biologie, Chemie, Physik und Technik, kennenlernen.

      • Körper und Bewegung: Körpererfahrung und Bewegung stellen Kernpunkte der Arbeit im Bärenclub dar. Gerade im städtischen Kontext führt Bewegungsmangel unter Anderem zu vermehrten Unfällen, einer Beeinträchtigung kognitiver Fähigkeiten sowie eingeschränkter Körperwahrnehmung. Wir legen großen Wert darauf, dass die Kinder ihrem natürlichen Bewegungsdrang täglich und alltagsintegriert durch Freispiele sowie gezielte Bewegungsanreize, Projekte und eine animierende Raumgestaltung nachkommen können. Darüber hinaus finden alltagsintegriert Ausflüge in die Natur oder Spaziergänge in der Umgebung statt. Bewegung soll keinen Programmpunkt auf der Tagesordnung darstellen, sondern ein fester Bestandteil unseres Alltags sein. Die Kinder sollen körperliche Aktivität als etwas Selbstverständliches und Angenehmes erfahren.

      • Soziale und kulturelle Bildung: Die Mehrheit der Kinder ist zum ersten Mal für eine längere Zeit in einer größeren Kindergemeinschaft, in der alle die gleichen Rechte, Möglichkeiten aber auch Pflichten haben. Dies ist die Basis für kindgemäßes Erleben von Demokratie. Das Kind soll von Gemeinsamkeiten und Unterschieden, selbstständigem und kooperativem Bearbeiten von Konflikten und der Vermittlung von Wertvorstellungen und Normen ein ganzheitliches Bild sozialer und kultureller Interaktionen erfahren. Dabei profitieren wir von unserem inklusiven Leitbild und der damit verbundenen Akzeptanz und Wertschätzung die das Miteinander im Bärenclub prägt. Insbesondere im Freispiel haben die Kinder die Möglichkeit den Ort, Spielpartner, die Zeit und das Material frei wählen zu können und sich zu arrangieren, eigene Grenzen zu setzen und die Bedürfnisse der Anderen respektieren zu lernen. Darüber hinaus finden gezielte Angebote wie der Morgenkreis, Feste und Aktionstage sowie Projekte statt.

Urheberrecht

Die Vollversion der pädagogischen Konzeption wurde in der Großtagespflege Bärenclub GbR veröffentlicht und ist jederzeit einsehbar. Die Urheber- und Nutzungsrechte der pädagogischen Konzeption gehören in vollem Umfang und Inhalt ausschließlich zum „Großtagespflege Bärenclub GbR“.  Jede Art der Verwertung außerhalb der Grenzen des Urheberrechts bedürfen der schriftlichen Zustimmung des oben genannten Herausgebers.

 

 

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